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Basiswissen Zugänglichkeit

Hier sind die wichtigsten Kriterien zusammengefasst, die es unter dem Aspekt der Zugänglichkeit zu bedenken gilt. Manche davon können mit geringem Aufwand erfüllt werden.

Online-Information

rote Taste auf einer Tastatur mit einem Rolstuhl und der Aufschrift "accessibility"-(neues Fenster öffnet Image in Originalgrösse)

Für Besucher mit Behinderungen sind zuverlässige und detaillierte Informationen von enormer Bedeutung. Sie entscheiden darüber, ob es sich lohnt, den Weg auf sich zu nehmen. Auf der Homepage eines Veranstaltungsortes sollten an zentraler Stelle die wichtigsten spezifischen Informationen bereit stehen. Gehörlose sollten nach Möglichkeit mit einem Gebärdensprachvideo begrüsst werden. Eine barrierefreie Homepage ermöglicht auch Blinden und Sehbehinderten den Besuch der Online-Informationen.

Veranstaltern bietet sich mit dem ZugangsMonitor eine sehr elegante Lösung: Platzieren Sie auf der Einstiegsseite Ihrer Homepage einen Link. So gelangen behinderte Interessentinnen direkt zu den barrierefrei dargestellten Informationen Ihres Hauses.

Besucher-Information vor Ort

Bancomat mit Hörinformation-(neues Fenster öffnet Image in Originalgrösse)

Als Faustregel gilt: Alle relevanten Informationen müssen im Idealfall stets in zwei der drei folgenden Varianten angeboten werden: akustisch, visuell, taktil. Das kann über Induktionsanlagen, Untertitelung, Audiodeskription, Videoguides, Audioguides und andere technische Anwendungen erfolgen. Die moderne Technik bietet manchmal überraschend einfache Lösungen. Weitere Hilfsmittel sind Tastmodelle, Braille- und Reliefschrift, Gebärdensprachübersetzerinnen.

Wegführung

Die Wege zu allen Räumlichkeiten sind im Idealfall schwellenfrei und durch deutliche Farbkontraste auch für Sehbehinderte gut zu erkennen. Leitlinien für Blinde wären eine optimale Lösung. Ein rutschfester Boden und leichtgängige Türen sind von grosser Bedeutung.

Die Signalisation muss in gut lesbarer Schrift erfolgen, wichtige Türen sollten auch in Relief- oder Brailleschrift angeschrieben sein. Glasscheiben und -türen sollten mit Kontraststreifen versehen sein.

Ausreichend breite Türen und Korridore gewähren auch Rollstuhfahrern genügend Platz, geeignete Geländer an den Treppen werden auch von älteren Personen dankbar genutzt. Frei im Raum stehende oder in den Raum ragende Gegenstände bergen eine stete Kollisionsgefahr und sind zu vermeiden.

Akustik und Beleuchtung

Eine gute Akustik und eine optimale Beleuchtung werden von allen Besuchern geschätzt, dient aber besonders Sehbehinderten und Gehörlosen.

Lifte

Liftbeschriftung mit taktilen Informationen-(neues Fenster öffnet Image in Originalgrösse)

Alle Etagen eines Gebäudes sollten mit Liften erschlossen sein, die über genügend Platz für Rollstühle verfügen. Die Lifttüren sollten teilweise durchsichtig sein, die Stockwerkansage sollte visuell und akustisch erfolgen. Alle Bedienelemente müssen auch im Sitzen erreichbar und mit Braille versehen sein. Eine Notrufmöglichkeit ist unerlässlich. Treppenlifte oder gar Warenaufzüge sind höchst unbefriedigende Verlegenheitslösungen. Sie können aus nachvollziehbaren Gründen zu demütigenden Situationen führen und verursachen in der Regel grossen Zeitverlust und Umtriebe.

Sanitäre Einrichtungen

WC für Rollstuhlfahrer mit Haltegriffen-(neues Fenster öffnet Image in Originalgrösse)

Ein behindertengerechtes WC verfügt über genügend Raum, Haltegriffe, einen Alarmknopf und eine funktionale Anordnung der Apparate. Die korrekte Positionierung des WC gehört ebenso dazu wie ein unterfahrbares Waschbecken und ein Spiegel in der richtigen Höhe.

Platzangebot im Veranstaltungsraum

Rollstuhlplätze müssen neigungsfrei sein und eine gute Sicht auf Bühne oder Leinwand gestatten. Die Buchung von Rollstuhlplätzen sollte platzgenau auch online möglich sein. Für Gehbehinderte und Blinde ist ein ausreichender Abstand zwischen den Sitzreihen von grosser Bedeutung.

Für Hörbehinderte ist es bei Veranstaltungen mit Wortbeiträgen wichtig, möglichst weit vorne zu sitzen, um von den Lippen ablesen zu können. Auch die Übersetzung in Gebärdensprache, so vorhanden, wird aus der Nähe besser verständlich.

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