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Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen

Für Menschen mit eingeschränktem Gesichtssinn sind bei der Wahrnehmung der Umwelt akustische und taktile Informationen von zentraler Bedeutung. Frei im Raum stehende oder hineinragende Gegenstände können zu Unfällen und Verletzungen führen. Starke Farbkontraste und Leitlinien tragen wesentlich zu einer besseren Orientierung bei. Hindernisse müssen mit dem Blindenstock ertastbar sein, Gefahrenstellen sind zu beseitigen oder zumindest entsprechend abzusichern.

Bei Spezialführungen für Blinde und Sehbehinderte sollten möglichst viele taktil, akustisch oder über den Geruchssinn erfahrbare Inhalte berücksichtigt werden. Denken Sie daran, dass die Fortbewegung etwas länger dauern kann und Blinde und Sehbehinderte ohne Assistenz, sich den Weg mit dem Stock oder ihrem Führhund suchen müssen, bzw. eine Person benötigen, die sie am Arm führt.

Machen Sie blinde Personen stets im Voraus darauf aufmerksam, wenn Sie sie berühren. Sprechen Sie blinde und stark sehbehinderte Personen aus angemessenem Abstand an.

Als Begleitperson sind Sie gewissermassen das Auge der sehbehinderten Person. Versuchen Sie herauszufinden, wie intensiv Sie die Umgebung beschreiben sollen. Sie werden mit ein wenig Einfühlungsvermögen schnell das richtige Mass finden.

Streicheln Sie Führhunde nur dann, wenn diese Ihr Geschirr nicht tragen. Sonst stören Sie das Tier bei der Arbeit.

Senden Sie per E-Mail nur Dokumente, die mit den üblichen Lesehilfen für Sehbehinderte interpretierbar sind. Ob eine Kommunikation per SMS möglich ist, muss individuell abgeklärt werden. Vor allem die neue Generation von Handys bietet hier erstaunliche Möglichkeiten.

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