Grundanforderungen bei Sehbehinderung
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Für Menschen mit eingeschränktem Gesichtssinn sind bei der Wahrnehmung der Umwelt akustische und taktile Informationen von zentraler Bedeutung. Eine deutliche Wegleitung durch Leitlinien und starke Farbkontraste tragen wesentlich zu einer besseren Orientierung bei. Hindernisse müssen mit dem Blindenstock ertastbar sein, Gefahrstellen sind entsprechend abzusichern.
Beleuchtung
Gute, blendfreie Ausleuchtung der Räumlichkeiten zur
Gewährleistung von Sicherheit und Orientierung.
Hauptbeleuchtung wenn möglich indirekt,
gute punktuelle Ausleuchtung bei optischen Informationen
oder wichtigen Stellen.
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Wegführung
Idealerweise immer Leitlinien für Blinde.
Fussbodenbelag spiegelungsfrei.
Keine Schwellen, vorhandene Schwellen markieren.
Sicherung von ungeschützt in den Raum ragenden Ausstattungselementen durch Abschrankungen.
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Beschriftungen
Positionierung auf Augenhöhe. Guter Hell-Dunkel-Kontrast zwischen Hintergrund und Schrift. Grosse Schriften
(min. 3cm Buchstabengrösse pro Meter Leseabstand). Informationen an Räumen und Geschossen taktil erfassbar (Reliefschrift). Wichtige Hinweise auch in Brailleschrift.
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Zugang
Türen, Durchgänge und Eingänge in der Helligkeit kontrastierend zur Umgebung.
Vor und hinter Türen kontrastierender Bodenbelag, Glastüren mit Kontraststreifen kenntlich gemacht.
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Treppen
Treppen mit deutlichen Kantenmarkierungen,
ohne "Nasen" (vorstehende Kanten am oberen Rand).
Beidseitig durchgehende Handläufe,
30cm über die erste und letzte Stufe hinausgehend.
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Lifte
Sprachausgabe.
Bedientableau mit taktil erfassbaren arabischen Zahlen.
Etagennummern taktil erfassbar neben der Tür.
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Automaten, Bedienelemente
(Lichtschalter, Münzschlitze, etc.)
Kontrastreich gestaltet und taktil erfassbar.
Automaten mit Sprachausgabe.
Gut und schnell auffindbar und gekennzeichnet.
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Toiletten
Türbeschriftung (Symbole für Mann, Frau, Rollstuhl) taktil erfassbar auf Augenhöhe. Einrichtung für Waschen und Trocknen der Hände in unmittelbarer Nähe der Wasserquelle, funktional angeordnet, Helligkeitskontrast zwischen Apparaten und Wand.
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Führhunde
Führhunde werden problemlos akzeptiert.
Personal
Personal ist durchgehend anwesend, steht gerne für Hilfestellungen zur Verfügung, nimmt sich Zeit, ist in Führtechnik geschult.
Detaillierte Informationen
Procap Bauen:
Informationen zu öffentlich zugänglichen Bauten
Schweizerische Fachstelle für behindertengerechtes Bauen:
Merkblätter der "Fachstelle für behindertengerechtes Bauen"
Zugang für alle, schweiz. Stiftung zur behindertengerechten Technologienutzung:
Barrierefreies Webdesign
Norm SIA 500 Hindernisfreie Bauten:
Online Shop der SIA









